Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit 438.500 rein elektrische Fahrzeuge verkauft. Das sind 5,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 465.600 BEVs. Auch der Gesamtabsatz schrumpfte: 4,13 Millionen Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 6 Prozent gegenüber den 4,41 Millionen des ersten Halbjahres 2025.
Die regionalen Unterschiede sind drastisch. In Europa bleibt der Konzern BEV-Marktführer mit 377.000 Verkäufen und einem Plus von 8,4 Prozent. In China und den USA dagegen brachen die Elektroauto-Verkäufe im Halbjahr um 48 beziehungsweise 69 Prozent ein. Im zweiten Quartal allein lagen die Rückgänge dort bei 36 und 49 Prozent, was zumindest eine leichte Abschwächung des Einbruchs zeigt. Für den US-Rückgang nennt der Konzern das Auslaufen staatlicher Förderprogramme und erhöhte Zölle. In China verweist Volkswagen auf "erste positive Impulse" durch neu eingeführte, lokal entwickelte Elektromodelle.
Innerhalb des Konzerns verschiebt sich das Kräfteverhältnis deutlich. Porsche verlor 31 Prozent seiner BEV-Verkäufe, die Kernmarke Volkswagen Pkw 28 Prozent. Skoda dagegen legte um 48 Prozent zu und ist damit der wichtigste Wachstumstreiber im Konzern. Das meistverkaufte Elektromodell der Gruppe ist der Skoda Elroq mit 59.900 Einheiten, gefolgt vom VW ID.4/ID.5 mit 53.700 und dem Skoda Enyaq mit 48.300. Zwischen den BEV-Absätzen von VW Pkw und Skoda lagen im ersten Halbjahr noch rund 30.000 Einheiten. Ein Jahr zuvor waren es knapp 120.000.
BEVs machen aktuell 10,6 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Zum Vergleich: Bei Mercedes-Benz Pkw fuhr im zweiten Quartal bereits jeder achte Neuwagen rein elektrisch, also rund 13 Prozent. Plug-in-Hybride und Range-Extender-Fahrzeuge legten beim Konzern dagegen um 27 Prozent auf 246.000 Einheiten zu. Das erste EREV-Modell des Konzerns, der ID. ERA 9X04, soll in China bereits auf mehr als 10.000 Auslieferungen kommen.
Für die zweite Jahreshälfte setzt der Konzern auf die neu eingeführte "Electric Urban Car Family" mit VW ID. Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval. Auf diese drei Modelle entfallen laut Volkswagen bereits mehr als 54.000 Bestellungen. Der Auftragsbestand bei BEVs in Europa sei um mehr als 50 Prozent gestiegen, der BEV-Anteil am gesamten Auftragsbestand liege bei über 30 Prozent. Marco Schubert, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung für den Vertrieb, betont, der Konzern sei außerhalb Chinas insgesamt um rund zwei Prozent gewachsen, besonders in Südamerika und Europa.
Quellen
- 01electrivewww.electrive.net/2026/07/10/volkswagen-konzern-verliert-…
- 02InsideEVs Deutschlandinsideevs.de/news/799638/elektroauto-als-stromquelle…
- 03InsideEVs Deutschlandinsideevs.de/news/799623/subaru-elektroauto-garantie…
- 04Golem.de — Autowww.golem.de/news/elektroauto-hyundais-sportliche-st…
- 05Next Mobilitywww.next-mobility.de/volkswagen-tochter-elli-kommerzialisier…