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Tesla führt deutsche E-Auto-Förderung mit 2.086 genehmigten Anträgen an

Erste Zahlen zur neuen Bundesförderung zeigen: Tesla liegt mit Abstand vorn, Volkswagen rangiert hinter dem chinesischen Newcomer Leapmotor auf Platz acht.

2.086Anträge
Bewilligungen für Tesla

Tesla hat bis Ende Juni 2026 die meisten genehmigten Förderanträge im neuen deutschen E-Auto-Programm eingesammelt: 2.086 Bewilligungen entfallen auf den US-Hersteller. Das geht aus einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Julian Joswig (Grüne) an das Umweltministerium hervor, über die zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtete. Auf Platz zwei folgt Skoda mit 1.197 genehmigten Förderungen. Dahinter liegen sechs weitere Marken mit jeweils grob 590 bis 780 Anträgen. Volkswagen rangiert erst auf Platz acht, hinter dem chinesischen Hersteller Leapmotor.

Das Programm läuft seit dem 1. Januar 2026 und sieht eine Basisförderung von 3.000 Euro für rein batterieelektrische Fahrzeuge vor, bei Plug-in-Hybriden und Range-Extendern sind es 1.500 Euro. Je nach Haushaltseinkommen und Anzahl minderjähriger Kinder steigt der Betrag auf bis zu 6.000 Euro. Der Listenpreis des Fahrzeugs spielt keine Rolle. Insgesamt stellt die Bundesregierung drei Milliarden Euro bereit, genug für rund 800.000 Fahrzeuge über die nächsten drei bis vier Jahre. Bis Ende Juni wurden erst 53,9 Millionen Euro abgerufen, der Topf ist also noch zu 98 Prozent gefüllt.

Die Zahlen zeigen ein klares Muster: Marken mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren überproportional. Premiummarken wie BMW, Audi oder Mercedes tauchen in den Top 10 nicht auf. Besonders deutlich wird das beim Vergleich von Förderanteil und Gesamtverkäufen: Volkswagen hat im ersten Halbjahr rund 50.000 Elektroautos in Deutschland verkauft, aber nur 593 Förderanträge wurden bewilligt. Bei Tesla waren es rund 30.000 Käufer, von denen mehr als 2.000 eine Förderung erhielten. Leapmotor verkaufte im gleichen Zeitraum nur rund 7.800 Autos in Deutschland, 613 davon wurden bereits bezuschusst.

Das Umweltministerium weist darauf hin, dass sich das Ranking noch verschieben dürfte. Käufer neu anlaufender Modelle wie dem VW ID. Polo können den Bonus erst nach der Zulassung beantragen, was Monate dauern kann. Premiummarken und Hersteller mit späteren Modellstarts sind im aktuellen Bild also strukturell unterrepräsentiert.

Den politisch aufgeheizten Vorwurf eines "China-Schocks" entkräften die Zahlen weitgehend: Weniger als 15 Prozent der Anträge entfallen laut euobserver auf chinesische Fahrzeuge. Das Ministerium hatte bereits im Juni klargestellt, dass ein pauschaler Ausschluss nicht-europäischer Fahrzeuge nach geltendem EU-Recht "nicht ohne Weiteres zulässig" sei. Gleichzeitig signalisierte es Bereitschaft, eine "Made in Europe"-Regel nachzurüsten, sollte sie im Rahmen des Industrial Accelerator Acts auf EU-Ebene kommen. Frankreich macht vor, wie das indirekt funktionieren kann: Sein Punktesystem bewertet den gesamten CO2-Fußabdruck inklusive Produktion und Transport, was E-Autos aus China faktisch ausschließt.

Quellen

  • 01
    electrivewww.electrive.net/2026/07/14/deutsche-e-auto-praemie-tesl…
  • 02
    x.comx.com/alex_avoigt/status/2076952679994073140
  • 03
    reddit.comwww.reddit.com/r/electricvehicles/comments/1tp4vjt/ger…
  • 04
    euobserver.comeuobserver.com/226830/german-politicians-duped-into-th…
  • 05
    electrive.netwww.electrive.net/2026/07/14/deutsche-e-auto-praemie-tesl…

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