Stellantis und das US-Unternehmen Factorial Energy haben ihre Solid-State-Batterietechnologie in ein Serienentwicklungsfahrzeug eingebaut und fahren damit erstmals auf nordamerikanischen Straßen. Als Träger dient ein Dodge Charger Daytona auf der STLA-Large-Plattform, in den Factorials FEST-Zellen (Factorial Electrolyte System Technology) integriert wurden. Ingenieure beider Unternehmen mussten dafür Steuerungssysteme und Packdesign grundlegend anpassen.
Die Zellen erreichen eine Energiedichte von 375 Wh/kg bei 77 Ah Kapazität und haben im Labor mehr als 600 Ladezyklen überstanden. Das Laden von 15 auf 90 Prozent dauert 18 Minuten, die Entladerate liegt bei bis zu 4C. Außerdem funktionieren die Zellen laut Factorial zwischen minus 30 und plus 45 Grad Celsius zuverlässig.
Für die Praxis verspricht Factorial eine Reichweitenverbesserung von 50 Prozent gegenüber heutigen Lithium-Ionen-Akkus, was über 600 Meilen (rund 965 km) pro Ladung bedeuten soll. Factorial arbeitet neben Stellantis auch mit Mercedes-Benz, Hyundai und Kia zusammen. Mercedes fuhr im vergangenen September mit einem modifizierten EQS und Factorial-Zellen 1.200 km am Stück. Parallel dazu ist Factorial diese Woche unter dem Kürzel "FAC" an der Nasdaq gelistet worden, nach einer Fusion mit einem SPAC im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar. Factorial erhält daraus etwa 110 Millionen Dollar für die Kommerzialisierung.
Quellen
- 01Electrekelectrek.co/2026/06/11/solid-state-batteries-now-po…