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Loganair bestellt fünf Elektroflugzeuge von BETA für schottischen Regionalverkehr ab 2029

Die britische Regionalfluggesellschaft Loganair hat auf der Farnborough Airshow einen Kaufvertrag für fünf vollelektrische ALIA CX300 unterzeichnet, mit Option auf fünf weitere.

80%
mögliche Betriebskostensenkung

Loganair und BETA Technologies haben auf der Farnborough International Airshow einen Kaufvertrag für fünf elektrische ALIA CX300 unterzeichnet. Dazu kommen Optionen auf fünf weitere Maschinen. Ab 2029 sollen die Flugzeuge sowohl Passagiere als auch Fracht befördern. Damit könnte Loganair nach eigenen Angaben zur ersten kommerziellen Fluggesellschaft Europas werden, die vollelektrische Flugzeuge im Linienbetrieb einsetzt.

Das Streckennetz der Airline passt gut zum Profil des Flugzeugs: Ein Großteil der Loganair-Verbindungen ist kürzer als 100 Meilen und verbindet Inseln sowie abgelegene Regionen Schottlands. Die CX300 startet und landet auf bestehenden Runways, braucht also keine Vertiport-Infrastruktur. Mit BETAs Schnellladesystemen soll das Flugzeug in 20 bis 40 Minuten wieder einsatzbereit sein. Die maximale demonstrierte Reichweite liegt laut Quelltext bei 336 nautischen Meilen, die Nutzlast bei bis zu 560 Kilogramm.

Dass das Konzept im echten Betrieb funktioniert, haben beide Partner bereits im März gezeigt. Innerhalb von zehn Tagen absolvierte eine CX300 23 Flüge im Loganair-Netz und verband Glasgow, Dundee, Aberdeen, Inverness, Wick und Kirkwall. Insgesamt legte die Maschine mehr als 1.000 nautische Meilen zurück, in etwas mehr als elf Stunden Flugzeit. Die Testflüge spiegelten dabei auch Postrouten von Royal Mail wider, die an dem Programm beteiligt war. Neben dem Flugbetrieb selbst wurden Bodenabfertigung, Ladeprozesse und die Einbindung in bestehende Flughafen- und Luftraumstrukturen erprobt.

Loganair-CEO Luke Farajallah beziffert das Potenzial zur Senkung der Betriebskosten auf bis zu 80 Prozent. Das ist eine Unternehmensangabe, die sich im regulären Linienbetrieb erst noch bewahrheiten muss. BETA-Gründer und CEO Kyle Clark betonte, man habe den Maßstab der Airline auf die einzig mögliche Weise erfüllt: durch mehr als tausend nautische Meilen im echten Netz, auf echten Routen.

Für den kommerziellen Start 2029 bleibt die Zulassung der CX300 die entscheidende Voraussetzung. Parallel arbeitet BETA am Ausbau der Ladeinfrastruktur. In den USA hat das Unternehmen gemeinsam mit Archer Aviation und Macquarie Capital das Konsortium ACES angekündigt, das bis 2030 mehr als 250 Flughäfen und Vertiports mit interoperabler CCS-Ladeinfrastruktur ausstatten soll. In Schottland liegt die Herausforderung zunächst darin, Ladestationen an den benötigten Regionalflughäfen in bestehende Betriebsabläufe einzubinden. BETA setzt dabei unter anderem auf mobile Mini-Cube-Ladeeinheiten, die nur geringe Anpassungen an der bestehenden Flughafeninfrastruktur erfordern.

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