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Deutschlands CO₂-Emissionen sinken 2025 nur noch halb so schnell wie im Vorjahr

640 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente: Das Tempo beim Klimaschutz bricht ein, während Verkehr und Gebäude sogar mehr ausstoßen als 2024.

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Deutschlands Emissionen 2025

Deutschlands Treibhausgasemissionen sind 2025 um 1,5 Prozent auf 640 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente gesunken. Das klingt nach Fortschritt, ist aber ein Warnsignal: Die Einsparungen sind weniger als halb so groß wie 2024. Das gesetzliche Emissionsbudget von 662 Millionen Tonnen wurde zwar eingehalten, doch das Tempo reicht laut Agora Energiewende nicht aus, um das Klimaziel 2030 zu erreichen.

Die Zahlen nach Sektoren zeigen das Problem deutlich. Im Gebäudesektor stiegen die Emissionen witterungsbedingt um 3,2 Prozent, im Verkehr um 1,4 Prozent wegen höherer Kraftstoffabsätze. Nur die Industrie senkte ihren Ausstoß kräftig, um 7,2 Prozent, allerdings nicht durch Klimaschutzmaßnahmen, sondern weil energieintensive Branchen weniger produzierten. Die Energiewirtschaft reduzierte ihre Emissionen ebenfalls um 1,5 Prozent, gestützt von Erneuerbaren, die 55,3 Prozent des Strombedarfs deckten. Solarenergie überholte dabei erstmals Erdgas und Braunkohle und rückte auf Platz zwei der Stromerzeugung vor.

Beim Wärmepumpenmarkt gibt es ein positives Signal: Mit knapp 50 Prozent Marktanteil bei Heizungsverkäufen übertrafen Wärmepumpen erstmals den Absatz von Gaskesseln. Bei E-Autos stieg die Neuzulassungsquote auf knapp 20 Prozent. Der Stromverbrauch insgesamt stagniert jedoch bei 528 Terawattstunden, während er global wächst. Hohe Investitionskosten bremsen die Elektrifizierung in Industrie, Gebäuden und Verkehr.

Agora Energiewende fordert eine Investitionsagenda mit attraktiven Strompreisen, einem verlässlichen CO₂-Preispfad und schnellem Netzzugang. Zentrale Gesetzgebungsvorhaben wie die EEG-Novelle und die Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes kamen 2025 kaum voran.

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