Rund 100 staatliche Grundstücke hat Bayern seit Juli 2026 ins FlächenTOOL eingetragen. Die Standorte liegen bei Behörden, Bildungseinrichtungen und kulturellen Einrichtungen. Unternehmen können sie gebündelt auf der Plattform finden und sich über das Managementsystem des Freistaats bewerben.
Das FlächenTOOL ist eine digitale Matching-Plattform der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH. Flächenanbieter tragen verfügbare Grundstücke ein, Investoren und Ladepunkt-Betreiber suchen und kontaktieren sie direkt über das Portal. Die Plattform läuft seit November 2020 und hat inzwischen Nachahmer gefunden: Luxemburg und Österreich setzen auf denselben Ansatz.
Bayern ist nicht das erste Bundesland, das staatliche Liegenschaften beisteuert. Baden-Württemberg und Sachsen haben in den vergangenen Jahren bereits mehrere hundert Flächen eingestellt. Die Nationale Leitstelle betont, die Bereitstellung schaffe "zusätzliche Voraussetzungen für ein flächendeckendes, öffentlich zugängliches Ladenetz".
Dabei bleibt ein strukturelles Problem bestehen: Die Ladebranche kritisiert seit Jahren, dass die öffentliche Hand insgesamt zu wenige Flächen ins Tool einbringt. Auch der frühere Masterplan Ladeinfrastruktur 2 hatte vorgesehen zu prüfen, welche weiteren Flächen der Bund selbst bereitstellen könnte. Bayerns Schritt ist also ein Fortschritt, aber kein Abschluss.
Quellen
- 01electrivewww.electrive.net/2026/07/08/bayern-stellt-rund-100-areal…
- 02nationale-leitstelle.denationale-leitstelle.de/aktuelles-service/newshub/flaechentool-…
- 03electrive.netwww.electrive.net/2026/07/08/bayern-stellt-rund-100-areal…