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Batterie-Engpass zwingt Stellantis zu Produktionspausen in drei Frankreich-Werken

Weil der Batteriezulieferer ACC zu wenig Long-Range-Zellen liefert, legt Stellantis die Werke in Sochaux und Rennes vom 22. bis 30. Oktober still, Mulhouse pausiert aus anderen Gründen ebenfalls.

5.000€
Aufpreis für Long-Range-Batterie

Stellantis stoppt die Produktion in zwei französischen Werken für rund eine Woche. Das Werk Sochaux im Osten Frankreichs, wo Peugeot 3008 und 5008 vom Band laufen, pausiert vom 23. bis 30. Oktober. In Rennes, wo der Citroën C5 Aircross gebaut wird, steht die Fertigung vom 22. bis 30. Oktober still. Auch Mulhouse legt vom 15. bis 30. Oktober eine Pause ein, dort allerdings aus anderen Gründen, die laut Stellantis nichts mit der Batterieknappheit zu tun haben.

Der eigentliche Auslöser ist paradox: Es geht nicht darum, dass zu wenig Autos gebaut werden können, sondern dass zu viele der falschen. Stellantis will laut eigener Mitteilung keine Fahrzeugbestände anhäufen, die nicht der Nachfrage entsprechen. Gefragt sind vor allem die elektrischen Long-Range-Modelle, für die Kundinnen und Kunden aktuell sehr lange warten müssen, während andere Varianten sich stauen würden, wenn die Werke einfach weiterproduzieren.

Dahinter steckt ein seit Monaten bekanntes Problem beim Batteriezulieferer ACC, einem Gemeinschaftsunternehmen von Stellantis, Mercedes-Benz und der TotalEnergies-Tochter Saft. Ursprünglich sollte ACC drei Zellwerke in Frankreich, Deutschland und Italien bauen. Zwei davon wurden gestrichen, übrig bleibt die Fabrik in Douvrin, deren Hochlauf ins Stocken geraten ist. Laut einem Bloomberg-Bericht vom Februar konnte ACC anfangs nur etwa 1.000 Autos pro Monat mit Long-Range-Batterien versorgen, deutlich weniger als geplant. Das Joint Venture soll daraufhin Experten aus China geholt haben, um die Ausschussrate zu senken und die Fertigung zu stabilisieren.

Gebessert hat sich seither einiges, gelöst ist das Problem aber nicht. "Leider erhalten wir noch nicht genügend Batterien, obwohl ACC große Fortschritte bei der Produktion gemacht hat", sagte ein Stellantis-Sprecher gegenüber Reuters. ACC selbst teilte laut ecomento mit, die Modulproduktion werde im September fast das Niveau des gesamten Jahres 2025 erreichen, ein deutlicher Fortschritt, der aber offenbar immer noch nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. Besonders Flottenkunden fragen die Long-Range-Versionen stark nach, so Stellantis.

Betroffen sind Modelle auf der Konzernplattform STLA Medium: Peugeot E-3008 und E-5008, Opel Grandland Electric und der DS N°8. Bloomberg sprach im Februar bei diesen Fahrzeugen von Lieferverzögerungen bis zu acht Monaten. Ein Bericht der "Automobilwoche" aus dem April zeigte, wie konkret das wird: Ein Stellantis-Händler berichtete, Auslieferungen seien auf das erste oder zweite Quartal 2027 verschoben worden, andere Händler erhielten demnach gar keine verbindlichen Termine mehr.

Pikant ist der Fall vor allem finanziell. Wer die große Batterie mit 97 statt 73 kWh Kapazität ordert, zahlt laut electrive knapp 5.000 Euro mehr für dasselbe Modell, muss dafür aber besonders lange warten. Kundinnen und Kunden, die für mehr Reichweite draufzahlen, werden also gerade am stärksten ausgebremst.

Quellen

  • 01
    electrivewww.electrive.net/2026/09/30/batterie-engpass-stellantis-…
  • 02
    ecomentofeeds.feedblitz.com/~/970797638/0/ecomento_de~Batterien-f%c…
  • 03
    globalbankingandfinance.comwww.globalbankingandfinance.com/carmaker-stellantis-pause-production-fr…
  • 04
    bloomberg.comwww.bloomberg.com/news/articles/2026-09-29/stellantis-pla…
  • 05
    informat.roinformat.ro/en/economy/stellantis-suspends-producti…
  • 06
    reuters.comwww.reuters.com/business/carmaker-stellantis-pause-prod…

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