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Weniger E-Autos kosten Europa 150 Kraftwerke und 25 Milliarden Euro im Jahr

Eine Fraunhofer-ISI-Studie für Transport & Environment zeigt: Schwächere EU-CO₂-Ziele für Autos würden die Stromwende bis 2040 jährlich 25,5 Milliarden Euro teurer machen.

25,5Mrd. €/Jahr
Mehrkosten durch geschwächte CO₂-Ziele

Wenn die EU ihre CO₂-Ziele für Pkw auf Druck der Autoindustrie aufweicht, fehlen bis 2040 rund 49 Millionen Elektroautos auf Europas Straßen. Das hat laut einer neuen Fraunhofer-ISI-Studie im Auftrag von Transport & Environment (T&E) massive Folgen für das Stromsystem: Ohne diese Fahrzeugbatterien bräuchte Europa 13 GW zusätzliche Reservekapazität, was dem Bau von 150 Gaskraftwerken entspricht.

Das Kernproblem ist die fehlende Flexibilität. Elektroautos können als bidirektionale Speicher überschüssigen Solar- und Windstrom aufnehmen und bei Bedarf zurück ins Netz speisen (Vehicle-to-Grid, V2G). Mit intakten CO₂-Standards würden EVs bis 2040 rund 204 TWh ins Netz einspeisen, unter geschwächten Zielen wären es nur 133 TWh, also 35 Prozent weniger. Gleichzeitig würden 37 Prozent weniger neue Solarkapazität zugebaut (51 GW weniger) und 25 Prozent mehr Erneuerbarer Strom abgeregelt.

Die Kostenbilanz ist eindeutig. Unter intakten CO₂-Standards erreichen die jährlichen Systemkosteneinsparungen durch V2G bis 2040 rund 11,7 Milliarden Euro. Unter geschwächten Zielen schrumpfen sie auf 7,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen höhere Ausgaben für flüssige Kraftstoffe von rund 27,9 Milliarden Euro jährlich, die die kleineren Einsparungen auf der Stromseite bei weitem überwiegen. Unterm Strich entstehen laut Studie jährliche Mehrkosten von etwa 25,5 Milliarden Euro.

T&E fordert, die bestehenden EU-CO₂-Standards beizubehalten. Zusätzlich solle die EU im Rahmen des Automotive-Omnibus-Gesetzgebungspakets ab 2032 bidirektionale Bordladegeräte für alle neuen Elektroautos vorschreiben, da heute die meisten Neuwagen noch nicht V2G-kompatibel sind.

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