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Smart #2: Elektrischer Zweisitzer soll 300 km Reichweite für unter 20.000 Euro bieten

Ab 2027 will Smart einen elektrischen Zweisitzer mit 35,7-kWh-Akku, 6,95 Meter Wendekreis und DC-Laden von 10 auf 80 Prozent in unter 20 Minuten auf den Markt bringen.

20.000
Angestrebter Einstiegspreis

Smart arbeitet an einem elektrischen Zweisitzer, der eine echte Lücke im europäischen Markt füllen könnte: Der Smart #2 soll ab 2027 mit rund 300 Kilometern WLTP-Reichweite und einem Einstiegspreis von unter 20.000 Euro erhältlich sein. Diese Zahlen sind noch nicht final zertifiziert, aber Smart hat sie bei einer Präsentation in Rom erstmals europäischen Journalisten kommuniziert. Die Weltpremiere des Serienmodells ist für den Pariser Autosalon im Herbst geplant.

Technische Basis ist die neu entwickelte Electric Compact Architecture (ECA) von Mutterkonzern Geely. Sie wurde laut Smart von Grund auf für ein ultrakompaktes Elektrofahrzeug konzipiert, nicht als verkleinerte Standardplattform. Das zeigt sich am Wendekreis: 6,95 Meter von Bordstein zu Bordstein, auf dem Niveau des alten Smart Fortwo. Für Stadtverkehr, Carsharing-Flotten oder Pflegedienste ist das ein handfester Vorteil.

Der Energiespeicher kommt auf 35,7 kWh. Das ist für einen Kleinstwagen beachtlich und trifft ziemlich genau die Batteriegröße, die VW für die Einstiegsversionen seiner MEB-Entry-Modelle plant. VW nennt für den ID. Polo im Einstieg bis zu 329 km Reichweite. Smarts Zielwert von rund 300 km würde den #2 also auf Augenhöhe mit deutlich größeren Fahrzeugen bringen und ihn über das reine Kurzstreckenkonzept hinaus nutzbar machen.

Besonders auffällig ist die angestrebte Ladeleistung. Smart verspricht DC-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent in weniger als 20 Minuten. Bei einer 35,7-kWh-Batterie ist das thermisch anspruchsvoll: Hohe Ladeleistung erzeugt viel Wärme, die kontrolliert abgeführt werden muss, sonst bricht die Leistung bei wiederholten Ladevorgängen oder Hitze ein. Details zum Thermomanagement wollte Smart in Rom noch nicht nennen. Für Städte wie Rom, wo die Ladeinfrastruktur noch dünn ist, wäre schnelles Laden ein praktischer Vorteil: Ein Stopp beim Einkaufen könnte rechnerisch den Wochenbedarf decken.

Beim Innenraum setzt Smart auf eine durchgehende Sitzbank und ein s-förmiges Cockpit-Design. Die durchgehende Bank hat einen konkreten Nutzen: In engen Parklücken kann man über die Beifahrerseite auf den Fahrersitz rutschen. Zur Sicherheitsstruktur kehrt die Tridion-Zelle zurück, die beim alten Fortwo ein sichtbares Markenzeichen war. Smart beschreibt sie als robuste Struktur, die kompakte Außenmaße mit modernen Crashanforderungen verbindet.

Der Preis bleibt die entscheidende offene Frage. Laut electrive arbeitet Smart Europa aktiv daran, das Basismodell unter 20.000 Euro anbieten zu können. Fest steht das noch nicht. Sollte es gelingen, hätte der #2 ein starkes Argument in einem Segment, das in Europa weitgehend verwaist ist: bezahlbare, kleine Elektroautos für den Stadtverkehr.

Quellen

  • 01
    electrivewww.electrive.net/2026/06/22/klein-elektrisch-schnelllade…
  • 02
    Next Mobilitywww.next-mobility.de/dhl-supply-chain-feiert-spatenstich-fue…
  • 03
    energiezukunftwww.energiezukunft.eu/wirtschaft/wie-montenegro-die-energiewe…
  • 04
    Canary Mediawww.canarymedia.com/articles/solar/smartphones-rooftop-sola…
  • 05
    cargobike.jetztwww.cargobike.jetzt/eurobike-2025

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