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Bund steigt mit 25,1 % bei TenneT Germany ein

Die KfW hat im Auftrag des Bundes ein Viertel des größten deutschen Stromübertragungsnetzes übernommen, drei internationale Staatsfonds halten weitere Anteile.

14.000Trassenkilometer
Netzlänge TenneT Germany

Die KfW hat im Auftrag des Bundes 25,1 % der Anteile an TenneT Germany von der niederländischen TenneT Holding erworben. Der Vollzug der Transaktion erfolgte am 4. Juli 2026, nachdem die EU-Kommission Ende Mai fusionskontrollrechtlich grünes Licht gegeben hatte und die Bundesnetzagentur am 9. Juni die Rezertifizierung von TenneT Germany positiv beschieden hatte.

TenneT Germany betreibt mit über 14.000 Trassenkilometern das größte Stromübertragungsnetz in Deutschland und beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Bund zahlt denselben Kaufpreis je Anteil wie die drei Mitinvestoren, die ihre Transaktion bereits am 30. Juni abgeschlossen hatten: der norwegische Staatsfonds NBIM, der niederländische Pensionsinvestor APG für den Pensionsfonds ABP sowie der singapurische Staatsfonds GIC. Deren Anteile sollen bis 2029 auf insgesamt 46 % ansteigen. Der verbleibende Anteil bleibt bei der niederländischen TenneT Holding.

Bundesministerin Katherina Reiche erklärte, der Einstieg sichere den Ausbau des Stromübertragungsnetzes als kritische Infrastruktur und stärke den Wirtschaftsstandort Deutschland. KfW-Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels betonte, die KfW übernehme damit Verantwortung für eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur und setze ihre finanzielle Kraft als Ankeraktionär ein.

Mit der neuen Beteiligung ist der Bund nun an drei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber beteiligt. Über die KfW hält er bereits 20 % an 50Hertz und 24,95 % an TransnetBW. Der Netzausbau gilt als zentrale Voraussetzung dafür, dass Strom aus Wind- und Solaranlagen vom Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden kann. Wie dringend das ist, zeigt die aktuelle Lage bei der Windkraft: In der Bundesnetzagentur-Ausschreibung zum Gebotstermin 1. Mai 2026 war die ausgeschriebene Menge von 2.495 MW mehr als zweieinhalbfach überzeichnet, 628 Gebote mit einem Volumen von 6.409 MW gingen ein. Der durchschnittliche Zuschlagswert sank dabei auf 5,06 Cent pro Kilowattstunde.

Quellen

  • 01
    Windkraft-Journalwww.windkraft-journal.de/2026/07/04/mit-dem-heutigen-transaktion…
  • 02
    electrivewww.electrive.net/2026/07/01/pfalzwerke-schliessen-schnel…
  • 03
    Windkraft-Journalwww.windkraft-journal.de/2026/07/01/ezb-braucht-neuen-sicherheit…
  • 04
    Windkraft-Journalwww.windkraft-journal.de/2026/07/01/routing-energy-sichern-sich-…
  • 05
    Solarserverwww.solarserver.de/2026/06/23/global-solar-market-outlook-…

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