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BMW iX3 Langversion schafft 919 km Reichweite nach CLTC

Chinas Industrieministerium hat die Verbrauchswerte des neuen BMW iX3 mit langem Radstand veröffentlicht: 919 km Reichweite und 13,6 kWh pro 100 km nach dem CLTC-Zyklus.

919km
Reichweite nach CLTC

Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat die offiziellen Energieverbrauchsdaten für den BMW iX3 Long-Wheelbase freigegeben. Das Ergebnis: 919 km Reichweite nach CLTC-Norm bei einem Verbrauch von 13,6 kWh pro 100 km.

Die Zahl klingt beeindruckend, braucht aber Kontext. Der CLTC-Zyklus ist weniger streng als das europäische WLTP-Verfahren. Die globale Version des iX3 50 xDrive kommt nach WLTP auf bis zu 805 km Reichweite und verbraucht laut einer Quelle 15,1 bis 17,9 kWh pro 100 km. Im Praxistest des norwegischen Automobilclubs NAF fuhr dieselbe Version 781 km mit einer Ladung. Der Abstand zwischen 919 und 805 km erklärt sich also vor allem aus den unterschiedlichen Messverfahren, nicht allein aus der Technik.

Unter der Haube steckt die 800-Volt-Architektur der Neuen Klasse. Das Allradsystem mit zwei Elektromotoren leistet zusammen 351 kW (477 PS). BMW gibt eine Ladeleistung von bis zu 400 kW an: In 10 Minuten sollen mehr als 400 km Reichweite nach CLTC nachgeladen werden, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert rund 21 Minuten. Gegenüber dem Vorgänger soll die Energiedichte um 20 Prozent gestiegen, die Reichweite um 30 Prozent gewachsen und die Ladeeffizienz um 30 Prozent verbessert worden sein. Verbaut sind großformatige Rundzellen im Cell-to-Pack-Format ohne Modulebene.

Der Radstand des China-Modells beträgt 3.005 mm, das sind 107 bis 108 mm mehr als beim globalen Modell. Die Außenmaße liegen bei 4.885 mm Länge, 1.895 mm Breite und 1.635 mm Höhe. Das Kofferraumvolumen wächst bei umgeklappter Rücksitzbank auf bis zu 1.900 Liter, dazu kommen 58 Liter Frunk.

Für den chinesischen Markt hat BMW das Fahrzeug gezielt angepasst. Das Infotainmentsystem basiert auf Alibabas KI-Sprachmodell und DeepSeeks Reasoning-Technologie, unterstützt Huawei HiCar und Apple CarPlay. Das Fahrassistenzsystem wurde gemeinsam mit dem chinesischen KI-Unternehmen Momenta entwickelt und deckt laut BMW alle Szenarien ab, von Stadtstraßen bis zur Autobahn. Äußerlich ersetzt ein China-exklusives "Mirror-Light Corner"-Element den klassischen Hofmeister-Knick.

Den Verkaufsstart plant BMW auf der Chengdu Auto Show als Vorverkauf, die offiziellen Auslieferungen sollen im vierten Quartal 2026 beginnen. Einen Preis hat BMW bislang nicht genannt.

Quellen

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