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Audi A2 e-tron: 12,8 kWh/100 km und bidirektionales Laden ab 38.200 Euro

Audi bringt den A2 als Elektroauto zurück, gebaut auf MEB+ mit bis zu 646 Kilometer Reichweite und Vehicle-to-Home-Funktion für den Hausspeicher.

12,8kWh/100 km
WLTP-Verbrauch Audi A2 e-tron

12,8 kWh/100 km im WLTP-Zyklus. Das ist der Wert, mit dem Audi den A2 e-tron als effizientesten Serien-Audi aller Zeiten anpreist, laut Angaben von CEO Gernot Döllner sogar die "Erneuerung" der Marke. Bestellbar ist der Kleinwagen ab dem 10. September 2026, ab 38.200 Euro, gefertigt in Ingolstadt. Erste Kundenauslieferungen sollen im Dezember 2026 starten.

Technisch steckt unter dem Blech der MEB+-Baukasten aus dem Volkswagen-Konzern, verwandt mit dem VW ID.3 Neo. Erwähnt wird das im Audi-Pressetext nicht, was angesichts der engen technischen Nähe fast schon auffällig ist. Die Traktionsbatterie gibt es brutto in 52, 61 oder 84 kWh, netto entspricht das in etwa 50, 58 und 79 kWh. Die beiden kleineren Versionen setzen auf LFP-Zellen im Cell-to-Pack-Verfahren, die große auf NMC-Chemie. Geladen wird mit maximal 105 bis 183 kW an Gleichstrom, der Standardhub von 10 auf 80 Prozent dauert je nach Batterie 24 bis 29 Minuten.

Vier Leistungsstufen stehen zur Wahl: 125, 140 und 170 kW mit dem neuen Antrieb APP350, dazu eine Topversion mit 240 kW und APP550 für die große Batterie. Der überarbeitete Antrieb soll durch eine verbesserte Hairpin-Wicklung und einen optimierten Pulswechselrichter nicht nur auf dem Papier effizienter sein. Zusammen mit einem cW-Wert von 0,24 ergibt das die genannten 12,8 kWh/100 km und Normreichweiten zwischen 423 und 646 Kilometern. Zum Vergleich: Das Tesla Model 3 kommt auf 12,2 kWh/100 km und startet bei 36.990 Euro, also günstiger als der A2.

Bei den Maßen bleibt Audi zurückhaltend, nennt aber einen Radstand von 2,77 Metern. Das deckt sich mit Angaben aus einer US-Quelle, die den Wagen auf 4,32 Meter Länge und 1,79 Meter Breite taxiert, damit etwa in der Größenklasse von Kia EV3 und VW ID.3 Neo. Ein Frunk ist vorhanden, mit 13 Litern aber sehr klein.

Praktisch relevanter als die auffälligen drucksensitiven Finnen-Türgriffe dürfte die V2H-Fähigkeit sein: Der A2 kann nicht nur externe Geräte über Vehicle-to-Load versorgen, sondern in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch als Erweiterung für den heimischen Batteriespeicher dienen, vorausgesetzt man besitzt eine passende DC-Wallbox. Details dazu bleibt Audi noch schuldig.

Bei den Assistenzsystemen ist die Grundausstattung ordentlich bestückt, mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Rückfahrkamera, Ausstiegswarnung und Querverkehrsassistent. Gegen Aufpreis gibt es das volle Programm bis zum automatischen Nothalt bei medizinischen Notfällen.

Im Konzern positioniert sich der A2 bewusst über dem ID.3 Neo Life, für 1.975 Euro Aufpreis soll er mit besserer Verarbeitung und Geräuschdämmung überzeugen. Direkte Konkurrenz von BMW oder Mercedes gibt es aktuell nicht, der 1er BMW kommt frühestens 2028, Mercedes hat für das Segment unter 40.000 Euro noch keine klare Antwort. Volvo bedient mit dem EX30 eine ähnliche Zielgruppe, ist aber kompakter dimensioniert.

Quellen

  • 01
    electrivewww.electrive.net/2026/09/07/premiere-audi-a2-e-tron-die-…
  • 02
    electrive.netwww.electrive.net/location/berlin
  • 03
    electrek.coelectrek.co/2026/09/07/audi-reveals-prices-new-entr…
  • 04
    audi.co.ukwww.audi.co.uk/en/models/a2-e-tron/a2-e-tron
  • 05
    ndtv.comwww.ndtv.com/auto/audi-a2-e-tron-launched-ai-feature…

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