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EEG 2027: Neue Solaranlagen auf dem Dach könnten sich kaum noch lohnen

Eine Studie im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins zeigt: Die geplante EEG-Novelle macht kleine Photovoltaik-Anlagen durch Einspeiseverbote und fehlende Vergütung faktisch unwirtschaftlich.

Energiewende

Der Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2027 sieht für Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt einschneidende Änderungen vor: Die garantierte Einspeisevergütung entfällt, der Zugang zur Marktprämie bleibt verwehrt, und die Einspeisung ins Netz wird dauerhaft auf 50 Prozent der installierten Leistung begrenzt. Als Alternative ist die sogenannte Nulleinspeisung vorgesehen, bei der überschüssiger Solarstrom abgeregelt wird, statt ins Netz zu fließen.

Das Berliner Forschungsinstitut Aquu hat im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) die wirtschaftlichen Folgen dieser Regeln durchgerechnet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Bei Nulleinspeisung gehen laut Studie 69 Prozent des möglichen Solarertrags einer typischen Anlage ungenutzt verloren. Die Stromgestehungskosten steigen dadurch von rund 10 Cent auf über 30 Cent pro Kilowattstunde, und die Amortisationszeit eines typischen PV-Batteriesystems verlängert sich um zehn Jahre auf mehr als 25 Jahre.

Auch die Direktvermarktung rechnet sich für kleine Anlagen derzeit nicht. Am Beispiel einer 10-Kilowatt-Anlage mit 10-Kilowattstunden-Speicher stehen jährlichen Erlösen von rund 250 Euro Kosten von etwa 160 Euro für den Direktvermarkter gegenüber. Der verbleibende Überschuss von rund 90 Euro deckt noch nicht einmal die Pflichtkosten für digitalen Zähler und Steuerungseinrichtung. Die Amortisationszeit steigt im Vergleich zur festen Einspeisevergütung von 15,6 auf 24 Jahre.

SFV und Aquu fordern den Bundestag auf, den Entwurf in fünf Punkten zu korrigieren: Die feste Einspeisevergütung soll erhalten bleiben, die Marktprämie auch für kleine Anlagen geöffnet werden, Direktvermarktung erst dann Pflicht werden, wenn sie standardisiert und günstig verfügbar ist, Nulleinspeisung als Regelfall vermieden werden, und Batteriespeicher sollen flexibel ins Netz einspeisen dürfen.

Quellen

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    Solarserverwww.solarserver.de/2026/06/09/sfv-studie-geplantes-eeg-202…

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